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Drohnen sicher fliegen lassen

1. Mrz 2018 Kommentare (0) Ansichten: 364 Allgemein, Informativ, Sicherheit, Wissen

Immer mehr Drohnen erobern die Lüfte und gewinnen als Alternative zu anderen Flugmodellen stetig an Bedeutung. Seit April 2017 gibt es eine eigene Drohnen-Verordnung, die den gewerblichen du privaten Gebrauch von Drohnen regelt. Wichtig dabei ist auch der passende Versicherungsschutz.

Modellflugzeuge und –hubschrauber müssen sich warm anziehen: die Drohne erobert immer mehr die Herzen von Freizeit-Piloten und Technik-Liebhabern. Aber auch als Arbeitsgerät bekommen Drohne immer mehr Einsatzfelder: Fotografen schießen ihre Luftaufnahmen mit ihnen, Stadtwerke nutzen sie für Inspektionen, Bauunternehmen zur Vermessung. Wo viel Nutzen ist, gibt es auch Pflichten. Und so hat sich auch der Gesetzgeber Gedanken um die Sicherheit bei der Nutzung von Drohnen gemacht. Denn je mehr Drohnen steigen, desto mehr steigt das Risiko von Unfällen.

Mehr als nur ein Spielzeug

Die ausgefeilte Technik, die in Drohnen steckt, bringt für den Nutzer und sein Umfeld auch neue Risiken mit sich. Ihre Wendigkeit lädt zu riskanten Flugmanövern ein. „Wer seine Drohne nicht auf einem Modellflugplatz, sondern im eigenen Garten oder auf Feld und Wiesen fliegen lässt, riskiert, dass beim Flug Gegenstände oder Dächer beschädigt oder sogar Menschen verletzt werden“, informiert Günter Fröhlich, Abteilungsdirektor Schaden beim BGV.

Verletzung der Persönlichkeitsrechte

Drohnen, die mit Kameras oder Smartphones während des Flugs unangekündigt andere Personen aufnehmen oder ungefragt in den Nachbargarten hinein fliegen, verletzen so Persönlichkeitsrechte. Betroffene können in diesem Fall privatrechtlich gegen den Modellflieger vorgehen. Gerichte befassen sich bereits mit solchen Fällen.

Versicherungsschutz für ferngesteuerte Flugmodelle überprüfen

Ist es erst zu einem Schadenfall gekommen, stellt sich den Hobby-Drohnenfliegern die Frage nach der Haftung für die Schäden an Gegenständen oder Personen. Wer einen Schaden verursacht, muss aufgrund der Rechtsprechung in Deutschland für alle Schadenersatzansprüche und mögliche spätere Kosten aufkommen. "In der Regel gehören aber motorbetriebene Flugmodelle nicht automatisch zum Umfang einer Privat-Haftpflichtversicherung", erklärt Fröhlich. "Aus diesem Grund sollte jede Privatperson eine spezielle Haftpflichtversicherung für motorbetriebene Flugmodelle mit einer ausreichenden Deckungssumme abschließen."

Übrigens: Drohnen bis fünf Kilogramm Gewicht sind in unserer Privathaftpflichtversicherung mit eingeschlossen. Ohne Motor im Basis- und Klassiktarif, mit Motor in der Exklusivdeckung.

Checkliste für Drohnen-Piloten:

Betriebsverbot: Über Wohngrundstücken haben Drohnen ab 0,25 Kilogramm Gewicht nichts zu suchen. Das gilt generell auch über sensiblen Bereichen wie Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften oder Menschenansammlungen.

Erlaubnis: Ab fünf Kilogramm Gewicht ist zusätzlich zum Führerschein auch eine Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde nötig.

Flughöhe: Es gilt eine maximale Flughöhe von 100 Metern.

Fotos: Auch für Aufnahmen aus der Luft gilt das Recht am eigenen Bild. Fotos von Menschen dürfen nur mit deren Einverständnis gemacht und veröffentlicht werden.

Führerschein: Wer eine Drohne über zwei Kilogramm Gewicht fliegen will, benötigt einen Drohnenführerschein. Auf einem Modellflugplatz ist das Fliegen einer Drohne auch ohne Führerschein erlaubt.

Kennzeichnung: Ab 0,25 Kilogramm Gewicht unterliegen Drohnen einer Kennzeichnungspflicht. Name und Anschrift des Besitzers müssen angegeben sein.

Nacht: Nachtflüge mit Drohnen erfordern ebenfalls die Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde.

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